Innovationen sichern die Zukunft, dies trifft auf praktisch alle Branchen zu. Wer neue und effiziente Ideen geschickt umsetzen kann, dem gehört die Zukunft. Dies gilt auch für die Nutzfahrzeughersteller, die erhebliche Anstrengungen unternehmen, um noch wirtschaftlichere, umweltfreundlichere und sicherere Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Der «grüne Truck» rückte an der letztjährigen Nutzfahrzeugmesse RAI in Amsterdam verstärkt in den Vordergrund. Dies ist ein Trend, der sich in Zukunft weiterentwickeln wird.

Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass bei allen Bemühungen, Nutzfahrzeuge und auch Busse umweltfreundlicher zu gestalten, nicht Entwicklungen gefördert werden, die als kontraproduktiv zu bezeichnen sind. Oder etwas klarer ausgedrückt: Die über das Ziel hinausschiessen und dem Gedanken des Umweltschutzes letztendlich mehr schaden als nützen.

Vor allem im Treibstoffbereich sind derzeit Entwicklungen im Gang, die als höchst fragwürdig zu bezeichnen sind. Alternative Treibstoffe beispielsweise, die auf der Basis von Zuckerrohr, Mais oder Weizen – also von Nahrungsmitteln – entstehen, können so lange keine Alternative darstellen, als sie die Nahrungsmittelversorgung, vor allem in den Entwicklungsländern, konkurrenzieren und zudem die Preise dieser Rohstoffe in die Höhe treiben.

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Biotreibstoffe machen nur dann Sinn, wenn sie nicht im Wettbewerb mit der Nahungsmittelproduktion hergestellt werden können. Die Suche nach alternativen Antriebssystemen muss sich also auf Verfahren konzentrieren, welche einerseits deutlich weniger Verbrauch aufweisen und weitgehend ohne die konventionellen Treibstoffe arbeiten können; andererseits müssen diese «Ersatztreibstoffe» technisch und ökologisch Sinn machen. Am Ziel «Null-Emissionen» arbeiten derzeit alle Fahrzeughersteller mit Hochdruck. Auf dem Weg zum emissionsfreien Fahrzeug muss aber noch eine ganze Reihe technischer und physikalischer Hürden überwunden werden. Mit Hybridfahrzeugen, aber auch mit gasbetriebenen Lastwagen können wirksame Beiträge zur Verminderung der Emissionen geleistet werden. Längerfristig jedoch ist der Wechsel zu erneuerbaren Treibstoffen die richtige Lösung. Und hier stehen in erster Linie die Brennstoffzelle sowie Wasserstoff im Vordergrund.

Bis jedoch diese beiden aufwendigen und damit teuren Antriebsverfahren die Serienreife erlangt haben, wird vor allem der Dieselmotor sein immer noch vorhandenes Entwicklungspotenzial weiter nutzen müssen.