Der Fachkongress für Shopping Center im Park Hyatt in Zürich war gleichzeitig der Startschuss für den Verband Swiss Council of Shopping Centers. Dieser Verband will künftig mit Fachkongressen den Kontakt zwischen Betreibern, Eigentümern von Shopping Centern und Detailhändlern pflegen. Marcel Stoffel, der Präsident des neuen Verbandes und CEO des Glattzentrums, referierte über erfolgreiches Branding für Einkaufszentren. Fernsehmann Stephan Klapproth, der durch den Tag moderierte, kommentierte gleich das Branding mit dem launischen Spruch:«Man kann heute auch ohne Brand als Kalb dastehen.» Die Lacher hatte er am voll besetzten Kongress auf seiner Seite. 300 Personen nahmen daran teil.

Weniger zu lachen hatte das Publikum beim Referat des Detailhandelsexperten Thomas Hochreutener, Direktor Handel des Marktforschungsinstituts IHA-GfK. Er warnte vor einer Shopping-Center-Blase. Obwohl die Schweiz bereits heute mit über 100 Einkaufszentren gut versorgt ist, sind für die nächsten Jahre bereits 18 weitere Shopping Center geplant. Die Flächenproduktivität wird weiter abnehmen. Doch die Betreiber von Einkaufszentren zeigten sich trotz Mahnfinger, Finanzkrise und drohender Rezession – auch in der Schweiz – guten Mutes. «Wir haben Sihlcity zu einem guten Zeitpunkt eröffnet», meinte Conradin Stiffler, Direktor Credit Suisse und Gesamtprojektleiter des Zürcher Sihlcity, mit einem Seitenblick zu Herbert Meier. Dieser ist als CEO Tivona verantwortlich für das Basler Stücki, das am 24. September 2009 eröffnet werden soll. DochMeier ist weiterhin optimistisch für das geplante Einkaufszentrum.