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Statistik
An der WM stehen acht Milliarden auf dem Platz

In Brasilien geht es um viel Geld – auch was den Marktwert auf dem Rasen anbelangt. Gilt das Motto «Geld schiesst Tore», stehen das Abschneiden der Schweizer Nati und der WM-Sieger bereits fest.

Von Volker Strohm
am 28.05.2014

Die Vorbereitung auf die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien biegt auf die Zielgerade – die 32 für die Endrunde qualifizierten Teams sind in die Trainingslager eingerückt und testen in letzten Vorbereitungsspielen den Formstand. Auch die Schweizer Nati bildet da keine Ausnahme: Der Aufenthalt in Weggis wird für die Länderspiele gegen Jamaika am Freitag und gegen Peru am kommenden Dienstag (beide Spiele um 20.30 Uhr in der Swissporarena Luzern) unterbrochen.

Am 6. Juni präsentiert sich das Thema von Nati-Coach Othmar Hitzfeld zwischen 16.30 und 19 Uhr ein letztes Mail für ein öffentliches Training im Zürcher Letzigrund – dann geht es ab nach Brasilien, wo am 15. Juni das erste Gruppenspiel gegen Ecuador (18 Uhr, Schweizer Zeit) auf dem Programm steht. Es wird eines von vier Spielen der Schweizer Nati in Südamerika sein, denn im Achtelfinale gegen Argentinien ist Schluss.

10 Millionen Franken Marktwert im Schnitt

So jedenfalls das Resultat unter der Annahme, dass Geld im Fussball eben doch Tore schiesst. Nicht weniger als rund 8 Milliarden Franken an Marktwert bringen die Spieler der 32 Teams auf die Waage – im Schnitt ergibt dies laut den Berechnungen von «transfermarkt.ch» einen Durchschnitt von knapp 10 Millionen Franken pro Spieler.

In den kommenden Tagen werden wieder diverse Studien und Berechnungen publiziert werden, die ökonomische und sportliche Aspekte vermischen. Die reine Betrachtung des Marktwerts ist eine Herangehensweise – mehr als eine Spielerei darf sie jedoch auch nicht betrachtet werden. Die Fussballerfloskel «Die Wahrheit liegt auf dem Platz» (geprägt von Kulttrainer Otto Rehhagel) hat nämlich durchaus ihre Berechtigung.

Lässt man alleine das Geld antreten, wird die Schweiz mit einem Marktwert von rund 219 Millionen Franken hinter Frankreich (543 Millionen Franken) Gruppenzweiter – und trifft im Achtelfinale auf Argentinien. Deren 567 Millionen Franken bedeuten allerdings Endstation. Die Südamerikaner überflügeln alleine schon mit ihren drei Topspieler Lionel Messi (148 Millionen Franken), Kun Agüero (55) und Angel di Maria (37) den Schweizer Wert.

Brisante Marktwert-Duelle im Viertelfinale

Bei den Marktwert-Duellen käme es im Viertelfinale übrigens zu den brisanten Duellen Deutschland-Frankreich, Spanien-Italien und Brasilien-England. Nebst Argentinien schafft es Belgien als achtes Team ins Viertelfinale – was im ersten Moment überraschend tönt, löst mit Blick auf die wertvollsten Spieler des belgischen Kaders aber den Aha-Effekt aus: Eden Hazard, Vincent Kompany oder Romelu Lukaku lassen das eine oder andere Fussballherz höher schlagen.

Die beiden Halbfinal-Duelle lassen auf Grund der geringen Differenz Spannung aufkommen: Brasilien (575 Millionen Franken) trifft auf Argentinien (567) – Deutschland (758) auf den «Marktwert-Weltmeister» Spanien (923). Das sind möglicherweise Schätz- und Rundungsdifferenzen, die eine Überraschung ermöglichen – und gut möglich, dass auch bei der Fussball-WM 2014 in Brasilien die Wahrheit letztlich auf dem Platz liegt…

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