Die Renditen von Hedge-Fonds-Indizes können aufgrund ihres historischen Risiko-Rendite-Profils und der geringen Korrelation mit traditionellen Anlageklassen als durchaus attraktiv bezeichnet werden.

Zwar werden einzelne Hedge-Fonds-Klassen typischerweise mit hohen absoluten Renditen assoziiert. Auf der anderen Seite besteht aber auch ein hohes Verlustpotenzial. Da Hedge-Fonds-Indizes eine breite Palette von Vehikeln repräsentieren, ist deren Performance weniger vom Risiko eines spezifischen Managers oder einer speziellen Strategie abhängig, als dies bei einem einzelnen Hedge-Fonds der Fall ist.

Hohe Zugangshürden

Idealerweise verbinden Hedge-Fonds-Indizes attraktive Renditen mit tiefer Volatilität sowie einer niedrigen Korrelation zu anderen Anlageklassen. Zudem haben sich Hedge-Fonds-Indizes während der jüngsten Marktturbulenzen im Vergleich mit breiten Benchmarks wie dem S&P 500 gut geschlagen. Sogar schon gut diversifizierte Portfeuilles können davon profitieren, wenn nicht korrelierende Renditen wie jene von Hedge-Fonds hinzugefügt werden.

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Im heutigen herausfordernden Marktumfeld suchen Investoren immer mehr nach alternativen Wegen, um Vermögenswachstum zu erzielen, Ersparnisse zu bewahren oder einen strukturierten Investitionsplan einzuhalten. In der Vergangenheit war es privaten Investoren fast unmöglich, in Hedge-Fonds zu investieren. Schuld daran waren die hohen minimalen Investitionssummen und Eigenmittelanforderungen.

Zudem sind sich viele Investoren bewusst, dass einzelne Hedge-Fonds substanzielle Verluste erlitten haben. Hohe Gebühren, lange Sperrfristen, ein Mangel an Transparenz und Liquidität sowie Kapazitätsbeschränkungen und Managementrisiken sind zusätzliche Hindernisse für die Investition in die Vehikel. Mit den neu entwickelten synthetischen Indizes können sowohl institutionelle als auch private Anleger von Hedge-Fonds-ähnlichen Renditen profitieren, ohne dem Rückschlagsrisiko und anderen Restriktionen zu sehr ausgesetzt zu sein.

Wege der Replikation

Zwei verschiedene Arten von Produkten erlauben es den Investoren, Hedge-Fonds-ähnliche Renditen zu erwirtschaften: Sogenannte Hedge-Fonds-Trackers und Hedge-Fonds-Replikatoren. Replikator-Produkte basieren auf quantitativen Modellen und investieren in Derivate sowie in andere Instrumente, um einen Marktindex abzubilden. Ein Nutzen von Hedge-Fonds-Replikatoren ist deren Fähigkeit, die Mehrrendite eines nicht investierbaren Hedge-Fonds-Index abzubilden. Da sie nicht in Hedge-Fonds investieren, sind Manager von Hedge-Fonds-Replikatoren auch nicht abhängig von einem extensiven Research über einzelne Hedge-Fonds. Sie können sich deshalb auf die Modellentwicklung fokussieren.

Da es generell sehr schwierig ist, Alpha (eine Überrendite zum Markt) zu generieren, lässt sich zudem ein grosser Teil der Hedge-Fonds-Renditen mit dem Hedge-Fonds-Beta (der Marktbewegung) erklären. Kostengünstiger und mit weniger Restriktionen behaftet als bei direkten Hedge-Fonds-Investitionen lässt sich dieses Beta durch Replikationsstrategien erzielen. Auch ohne das Alpha sind Beta-Renditen für Investoren interessant, da sie sich durch tiefe Korrelation gegenüber anderen Anlageklassen auszeichnen.