Die Wirtschaft ächzt unter der Krise. «Alle Sektoren der Maschinenindustrie spüren die Abschwächung», sagt Johann N. Schneider-Ammann, Präsident des Branchenverbandes Swissmem. Rieter nimmt weltweit 15% der Stellen unter die Lupe und prüft in der Schweiz die Kurzarbeit. Sultex und Uster Technologies vermelden ebenfalls Entlassungen. Bei Georg Fischer ist bei einzelnen Werken die Arbeit jäh ausgegangen. Der Konzern prüft darum Massnahmen zur Effizienzsteigerung, wobei es zu einem Stellenabbau kommen dürfte.
Bei vielen Schweizer Industriefirmen wird auch das schwächere Wachstum in China «tiefe Spuren hinterlassen», glaubt Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts. Die Schweiz werde darum auf den Beschäftigungsstand von 2005/06 zurückfallen.
Mit weiteren Arbeitsplatzverlusten muss im Finanzsektor  gerechnet werden, nachdem Banken und Versicherungen bereits hunderte von Jobs gestrichen haben. «Wenn sich die globale Krise ausdehnt, müssen Schweizer Banken mehr Stellen abbauen», sagt Thomas Sutter von der Schweizerischen Bankiervereinigung.
Düster präsentiert sich der Ausblick für die Baubranche. Sie wird im Jahr 2009 zwischen 5000 und 6000 Stellen verlieren, befürchtet Werner Messmer, Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbands. Ökonom Straubhaar warnt die Unternehmen  allerdings: Sie sollten besser auf Entlassungen verzichten, «um beim nächsten Aufschwung genügend Arbeitskräfte zu haben».

Lesen Sie dazu das Interview mit dem Ökonomen und wie die reagieren.