Die Deutsche Bahn will in der Logistik hinzukaufen. «Wir wissen, wo wir gerne Geld investieren würden», sagte Thomas Lieb, Chef von DB Schenker Logistics, der «Financial Times Deutschland». Bevorzugtes Ziel seien Schwellenländer und einige europäische Länder, in denen Schenker ein noch dichteres Inlandsnetz gebrauchen könne wie «in England, Italien oder in dem ein oder anderen Land in Nordeuropa». In China expandiere Schenker dank seiner bereits starken Stellung in dem Land vor allem aus eigener Kraft.

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat zudem vor Kurzem das Ziel ausgegeben, dass der Konzern insgesamt den Umsatz bis 2020 im Vergleich zu 2010 auf 70 Milliarden Euro verdoppeln soll. Von den zusätzlichen 35 Milliarden Euro sollen allein 10 Milliarden durch Akquisitionen erreicht werden.

«Wir bringen heute 40 Prozent vom Umsatz der DB Gruppe, das wollen wir natürlich auch 2020. Eine Umsatzverdopplung auf unserer Seite in diesem Zeitraum, inklusive Akquisitionen, macht mich nicht bange», sagte Lieb. Dass die Bahn die Mittel bereitstellen wird, damit die Speditionstochter zukaufen kann, hält er für sicher: «Unser Ergebnisanteil im Konzern ist relevant. Es ist eine einfache Regel, dass man da investieren sollte, wo die Rendite auf das eingesetzte Kapital am höchsten ist. Und ich denke, dass wir da nichts zu fürchten brauchen.»

(chb/awp)