Mit Siebenmeilenstiefeln geht die Deutsche Bank den Weg in Richtung ihrer ehrgeizigen Ziele: Sie steigerte den Gewinn vor Steuern im ersten Quartal um acht Prozent auf drei Milliarden Euro. Das teilte das Institut am Morgen in Frankfurt mit. Den Anstieg hat die Bank vor allem deutlichen Zuwächsen im Privatkundengeschäft zu verdanken: Im Privatkundengeschäft stieg der Vorsteuergewinn um satte 431 Prozent auf 978 Millionen Euro. Das lag vor allem an der Ende 2010 übernommenen Postbank sowie an einem Sondereffekt: aus einer Bewertungsumstellung der knapp 20-prozentigen Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank resultierte ebenfalls ein Anstieg. Aber auch das alte Geschäft der Deutschen Bank verbuchte Zuwächse.

Unter dem Strich blieben mit 2,1 Milliarden Euro sogar 16 Prozent mehr als vor einem Jahr übrig - nur einmal verdiente die Bank bisher etwas mehr.

Selbst im Investmentbanking lief es gut

Mit diesen Ergebnissen hat der deutsche Branchenprimus alle Erwartungen weit übertroffen - Erwartungen und stellte auch die Ergebnisse der zu grossen Teilen internationalen Konkurrenz in den Schatten.

Josef Ackermann ist zufrieden: "Die Deutsche Bank ist sehr gut ins Jahr gestartet", so der Chef des Kreditinstitutes. Er unterstreicht sein Ziel, in diesem Jahr im operativen Geschäft erstmals in der Geschichte der Bank mehr als zehn Milliarden Euro vor Steuern zu verdienen.

Im Investmentbanking ging der Gewinn vor Steuern im Vergleich zum aussergewöhnlich starken Vorjahreszeitraum lediglich gut drei Prozent zurück und lag bei 2,6 Milliarden Euro. Damit konnte sich die Deutsche Bank deutlich besser behaupten als die US-Grossbanken. Die hatten zum Teil kräftige Gewinneinbussen in dieser Sparte hinnehmen müssen. Vor einem Jahr lief es im Investmentbanking noch blendend: Kurz nach der Finanzkrise warf das Geschäft weltweit riesige Gewinne ab. Daran konnte jetzt praktisch nur noch die Deutsche Bank anknüpfen. Konzernchef Ackermann betonte, dass trotzdem die Risiken weiter gesenkt worden seien.

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(laf/awp)