Die Deutsche Bank wird sich wahrscheinlich dazu entscheiden, das Privatkundengeschäft ganz oder teilweise im Rahmen der Strategieprüfung aufzugeben, deren Ergebnisse noch in diesem Monat bekanntgegeben werden könnten. Das erfuhr Bloomberg von einer Person, die mit den Vorgängen bei der grössten Bank des Landes vertraut ist.

Das Unternehmen denkt aber auch noch über eine dritte Option nach, der zufolge es grössere Einschnitte sowohl im Investmentbanking als auch im Privatkundengeschäft geben würde, hiess es. Allerdings sei dies der im Vorstand am wenigsten bevorzugte Kurs für den Konzern.

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Analysten sind uneins über den Schritt

Die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen, die vor drei Jahren die Leitung der Deutschen Bank übernommen hatten, treiben die Strategieprüfung mit dem Ziel voran, die Erträge und die Kapitalpuffer zu verbessern.

Einige Analysten sind der Meinung, dass der Verkauf des gesamten Privatkundengeschäfts und die anschliessende Konzentration auf das Investmentbanking die grössten Erträge bringen würden. Andere Analysten wiesen allerdings darauf hin, dass die Aufgabe des Privatkundengeschäfts die Bank um Einlagen für die eigene Finanzierung bringen würde.

(bloomberg/ise)