Die Deutsche Bank hält ihren Co-Vorstandschef Anshu Jain einem Bericht zufolge im Libor-Skandal für entlastet. Nachdem hauseigene Ermittler 60 Millionen Dokumente überprüft und mehrere hundert Angestellte befragt hätten, halte man seine Unschuld für erwiesen, berichtete die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats.

Der Skandal um Manipulationen bei der Ermittlung des Interbanken-Zinssatzes Libor könne Jain nun nicht mehr gefährlich werden. Aufsichtsratschef Paul Achleitner sehe jedenfalls keinen Grund, von dem Manager abzurücken.

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Ein Banksprecher bestätigte den Bericht nicht: «Das ist eine laufende Untersuchung. Dazu geben wir keinen Kommentar ab», sagte er am Sonntag.

Mit Händlern, die im Libor-Skandal von dem Konzern entlassen wurden und die sich vor Gericht dagegen gewehrt haben, verhandle die Deutsche Bank derzeit über die Konditionen für einen freiwilligen Abschied, so die Zeitung weiter. Noch gebe es aber keine Einigung über etwaige Abfindungen.

(reuters/vst)