Die US-Bankenaufsicht erhöht offenbar den Druck auf Deutschlands grösstes Geldhaus: Wegen schlampigen Risiko-Management sei die Deutsche Bank von den Regulierern angezählt worden, berichtet das «Wall Street Journal» am Donnerstag.

Zehn Mängel seien in Prüfungsprotokollen als «gravierend» bewertet worden – bis Mitte 2015 müssten die Probleme behoben sein. Die Deutsche Bank wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äussern und war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Buchfühung, interne Kontrolle und technische Systeme mangelhaft

Das Institut steht in den USA schon länger im Fokus der Regulierer. Die Behörden bemängeln Buchführung, interne Kontrollen und technische Systeme.

Der Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, hatte Ende Juli auf die Kritik reagiert: Sein Institut investiere viel in eine Verbesserung des Compliance-Systems. Der Umbau der Strukturen sei aber komplex und benötige Zeit. Krause betonte, es gehe den Aufsehern um organisatorische Abläufe. Die Finanzberichte seines Hauses seien stets verlässlich gewesen.

(awp/vst)