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Bericht
Deutsche Bank hat ein neues Problem in den USA

Deutsche Bank: In den USA droht eine Milliardenbusse. Keystone

In den USA droht der Deutschen Bank bereits eine Milliardenbusse. Doch die Lage könnte für das Institut noch ungemütlicher werden: Eine neue Klage der Behörden ist laut Insidern möglich.

Veröffentlicht am 01.11.2016

Die Deutsche Bank hat Finanzkreisen zufolge neuen Ärger am Hals. In den USA stehe seit dem Sommer der Vorwurf im Raum, Deutschlands grösstes Geldhaus habe im Handel mit Zinsswaps getrickst, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Die amerikanische Derivateaufsicht CFTC schaue sich derzeit das Geschäftsgebaren von mehr als zehn internationalen Investmentbanken auf dem Markt an. Die Ermittlungen seien noch in einem frühen Stadium. Daher sei für die Frankfurter auch nicht absehbar, ob sich die Zinsswaps zu einer grösseren Affäre auswachsen oder nicht. Intern werde die Angelegenheit aber sehr ernst genommen.

Deutsche Bank kommentiert Bericht nicht

Mit Zinsswaps können sich Kunden bei ihren Geschäften gegen bestimmte Zinsentwicklungen absichern. Auf dem Markt werden täglich Swaps im Volumen von mehreren Milliarden Dollar gehandelt.

Die Deutsche Bank, die noch eine sehr lange Liste an alten Rechtsstreitigkeiten abzuarbeiten hat, wollte sich zu den Informationen nicht äussern. Andere Institute gehen mit dem Thema offensiver um. So machte die US-Grossbank Citigroup am Montag in einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht öffentlich, dass es diese CFTC-Ermittlungen gibt und die Bank mit den Behörden kooperiert.

Auch die Behörde schweigt

Von der CFTC war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Nach einem Bericht der britischen Zeitung «The Times» ist die Derivateaufsicht aktiv geworden, nachdem in den USA eine entsprechende Klage eingereicht worden war. Die Kläger werfen den Geldhäusern demnach Wettbewerbsverstösse und Marktmissbrauch im Handel mit Zinsswaps vor.

(reuters/mbü/chb)

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