Die Führung der Deutschen Bank wird allmählich weiblicher: Zum 1. Dezember zieht die Schweizerin Nadine Faruque als zweite Frau in den erweiterten Vorstand ein. Die Juristin wird oberste Beauftragte für gute Unternehmensführung («Global Head of Compliance»).

Faruque, die lange in leitenden Positionen bei Merrill Lynch und zuletzt bei der Grossbank Unicredit tätig war, ist das 21. Mitglied im erweiterten Vorstand («Group Executive Committee»/GEC) des grössten deutschen Geldinstituts. Am 1. August hatte die Deutsche Bank bereits die Französin Sylvie Matherat ins GEC berufen. Die ehemalige Notenbankerin soll die Kontakte zu Regierungen und Aufsehern pflegen.

Frauenquote kommt in Deutschland

Das Thema Frauen in Führungspositionen erhitzt seit Jahren auf nationaler wie europäischer Ebene die Gemüter. In Deutschland gelang nach wochenlangem Streit gerade ein Durchbruch: Die Spitzen von Union und SPD einigten sich auf Details einer Frauenquote für die Wirtschaft.

Ab 2016 müssen demnach 30 Prozent der Aufsichtsratssitze an Frauen gehen - andernfalls bleiben sie unbesetzt. Dies gilt voraussichtlich für 114 börsennotierte Unternehmen. Diese Quote erfüllt die Deutsche Bank bereits heute: 7 der 20 Aufsichtsräte des Frankfurter Dax -Konzerns sind Frauen - also 35 Prozent.

(awp/dbe)

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