Die amerikanische Börsenaufsicht SEC ermittelt nach Informationen des «Spiegel» gegen die Deutsche Bank. «Bei einem Wertpapiergeschäft hatte die Bank offenbar dem Hedgefonds des Spekulanten John Paulson die Gelegenheit gegeben, schrottige Hypothekenpapiere auszusuchen, gegen die er dann wetten konnte - ohne dass es die anderen Investoren wussten», schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Finanzkreise.

So sind auf dem neuen «Spiegel»-Cover unter der Überschift «Die Zocker AG» Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und sein Nachfolger Anshu Jain zu sehen. Dazu schreibt das Magazin: «Der Machtwechsel bei Deutschlands grösster Bank wird überschattet von den Folgen dubioser US-Geschäfte, für die der künftige Chef Anshu Jain verantwortlich war. Es drohen peinliche Prozesse und milliardenschwere Schadensersatzzahlungen.»

Die Bank nimmt dem Magazin gegenüber Stellung und teilt mit: «Die Deutsche Bank hat wie viele andere Banken von verschiedenen Behörden Auskunftsersuchen zu ihrem Geschäft mit Wohnungsbaukrediten erhalten. Die Bank kooperiert voll hinsichtlich der Anfragen. Die Deutsche Bank ist in diesem Zusammenhang nicht angeklagt worden.»

Die deutsche Staatsbank KfW befürwortet dem «Spiegel» zufolge derweil eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit Immobilien-Wertpapiergeschäften in den USA.

(tno)