Die Deutsche Bank muss sich mit einer milliardenhohen Forderung aus den USA auseinandersetzen: Der Wertheim Trust, hinter dem jüdische Wohltätigkeitsorganisationen stehen, hat im Bundesstaat Florida Klage gegen das Institut eingereicht. Darin erhebt der Fonds Anspruch auf Vermögen der Unternehmerfamilie Wertheim in der Höhe von 3 Milliarden Dollar, das nun im Besitz der Deutschen Bank sei. Dies schreibt das deutsche «Manager Magazin».

Es handelt sich demnach um das Erbe des jüdischen Unternehmers Karl Wertheim. Der Nähmaschinenfabrikant sei aus Furcht vor den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren nach Spanien übersiedelt. Ein Teil seines Vermögens habe er damals auf ein Konto bei der heutigen Credit Suisse einbezahlt. Das Vermögen sei auf verschlungene Wege schliesslich 1993 zu Deutschen Bank gelangt.

Deutsche Bank hält Forderung für unbegründet

Die Deutsche Bank weist die Forderung zurück. «Die Deutsche Bank hat sich mit der Angelegenheit intensiv auseinandergesetzt. Die Deutsche Bank hält die Vorwürfe für unbegründet», sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Alle in der Sache geführten Verfahren in den USA seien bisher im Sinne der Deutschen Bank entschieden worden. Die Credit Suisse nimmt zur Klage gegen die Deutsche Bank keine Stellung.

Laut den Gerichtsakten wurde auch die Credit Suisse von der jüdischen Wohltätigkeitsorganisation eingeklagt.

(reuters/mbü/chb)

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