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Justiz
Deutsche Bank muss wohl US-Geschäft reduzieren

Deutsche Bank: Änderungen im Geschäftsmodell in den USA. Keystone

Die Deutsche Bank muss in den USA laut einem Bericht mehr als eine Geldbusse fürchten: Demnach stehen dem grössten deutschen Geldhaus auch einschneidende Veränderungen im Geschäftsmodell ins Haus.

Veröffentlicht am 15.10.2016

Der Deutschen Bank droht bei einer Einigung im Streit mit dem amerikanischen Justizministerium einem Zeitungsbericht zufolge offenbar nicht allein eine Geldstrafe. «Bevor es zu einer Vereinbarung mit den Amerikanern über eine Höhe der Strafzahlung kommt, muss das Geldhaus noch ein, zwei andere Dinge klären», sagte ein Insider der «Welt am Sonntag» laut Vorabbericht. Dazu gehörten dem Vernehmen nach einschneidende Änderungen am Geschäftsmodell, berichtet das Blatt. Angeblich müsse die Deutsche Bank ihr Geschäft in den USA deutlich reduzieren.

«Änderungen beim Geschäftsmodell einerseits und eine Geldstrafe andererseits sind häufig die Bedingung für einen Vergleich mit der US-Regierung», sagte die Person weiter. Finanzkreise gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass die Bank vor allem einen Teil ihres hochspekulativen amerikanischen Investmentbankings aufgeben wird.

Strafe für faule Hypothekenpapiere

Mögliche Änderungen – inklusive Personalabbau – dürften schon bald verkündet werden. Noch sei allerdings unklar, wann die Einigung mit den US-Behörden stehe. «Das kann schnell gehen oder noch etwas dauern», hiess es nur. Die Bank selbst wollte sich der Zeitung zufolge zu den Informationen nicht äussern.

Die Deutschen Bank steht noch vor vielen grossen Rechtsstreitigkeiten. Allein im Streit um faule Hypothekenpapiere hat das US-Justizministerium eine Strafe von umgerechnet 12,5 Milliarden Euro (13, Milliarden Franken) aufgerufen. Darüber wird derzeit verhandelt.

(reuters/me)

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