Im Skandal um Zinsmanipulationen steht die Deutsche Bank offenbar kurz vor Abschluss eines milliardenschweren Vergleichs mit den Behörden in den USA und Grossbritannien. Womöglich werde das Institut den Streit um die sogenannte Libor-Affäre noch im April beilegen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die Strafe werde voraussichtlich höher als 1,5 Milliarden Dollar ausfallen. Das war die Summe, die die Schweizer UBS 2012 im Zuge des Skandals überweisen musste.

Eine Deutsche-Bank-Sprecherin teilte mit, das Geldhaus arbeite weiterhin mit den zuständigen Behörden zusammen. Näher wollte sie sich nicht äussern. Ein Sprecher des US-Justizministeriums lehnte eine Stellungnahme über eine mögliche Einigung ab.

EU hat Deutsche Bank bereits gebüsst

In den Zinsskandal sind Grossbanken rund um den Globus verstrickt. Nach Erkenntnissen von Regulierern hatten sich einzelne Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie dem Libor und dem Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne einzustreichen. Die EU hat der Deutschen Bank bereits eine Strafe von 725 Millionen Euro aufgebrummt.

(reuters/me/gku)