Vor Steuern lag der Gewinn der Deutschen Bank bei 619 Millionen Euro, nach Steuern bei 278 Millionen Euro, wie Deutschlands grösstes Geldhaus mitteilte.

Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen wegen der andauernden Sanierung einen Nettoverlust von 600 Millionen Euro erwartet. Zwar drückten erneut Altlasten auf die Bilanz - so stockte die Bank ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten leicht auf 5,9 (Ende Juni: 5,5) Milliarden Euro auf. Allerdings zeigte sich das Tagesgeschäft robust, die Erträge im Konzern stiegen sogar leicht. Vor allem der wichtige Wertpapierhandel lief rund.

Grosse Schwankungen

Der Umbau der Deutschen Bank führt regelmässig zu grossen Schwankungen in den Ergebnissen: im zweiten Quartal dieses Jahres hatte sich der Konzern unter dem Strich nur knapp in den schwarzen Zahlen gehalten. Im dritten Quartal 2015 dagegen - dem ersten unter Vorstandschef John Cryan - hatten Abschreibungen zu einem Verlust von sechs Milliarden Euro geführt.

BoE fordert von Banken Details zu Engagement

Die Bank von England (BoE) hat der «Financial Times» zufolge grosse britische Geldhäuser dazu aufgerufen, ihr Engagement bei der Deutschen Bank und den grössten italienischen Instituten einschliesslich Monte Paschi detailliert offenzulegen.

Wie die Zeitung ohne Quellenangabe berichtete, erfolgte die Anfrage der BoE-Regulierungsbehörde PRA bereits in den vergangenen Wochen. Damals büssten die Aktien von Deutscher Bank und Monte Paschi kräftig ein, weil Investoren sich um die Kapitalausstattung der beiden Banken sorgten. Die PRA wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Von den beiden Geldhäusern waren keine Stellungnahmen zu erhalten.

(reuters/chb)

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