Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal trotz hoher Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten schwarze Zahlen geschrieben. Vor Steuern standen 1,48 Milliarden Euro Gewinn zu Buche, wie Deutschlands grösstes Geldhaus am Sonntag mitteilte. Das sind zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr.

Der Überschuss halbierte sich auf 559 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein Vorsteuerergebnis von 1,4 Milliarden Euro und einen Überschuss von 655 Millionen erwartet.

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Vergleich kostet 2,5 Milliarden Dollar

Das Institut hatte in dieser Woche im Skandal um manipulierte Zinssätze einen Vergleich mit den Regulierern in den USA und Grossbritannien geschlossen, der sie 2,5 Milliarden Dollar kostet. Weil die Rückstellungen für die Rekordstrafe nicht ausreichten, mussten für das erste Quartal nochmals 1,5 Milliarden Euro draufgepackt werden. Das hatte die Bank bereits am Donnerstag angekündigt.

Dass die Sonderlasten am Ende zu verschmerzen waren, lag am starken Geschäft im Investmentbanking. Die Kapitalmarktsparte lieferte vor Steuern einen Gewinn von 643 Millionen Euro ab, obwohl sie sie Kosten für die Milliardenstrafe massgeblich zu tragen hatte. Im Privatkundengeschäft – einschliesslich der vor der Abspaltung stehenden Postbank - stand ein Gewinn von 536 Millionen Euro vor Steuern zu Buche. Die Sparte soll im Zuge der neuen Strategie deutlich schrumpfen.

(reuters/moh)