Nadine Faruque wird von Dezember an im erweiterten Vorstand der Deutschen Bank die Einhaltung der Grundsätze guter Unternehmensführung (Compliance) überwachen. Das GEC wächst damit auf 21 Mitglieder, wie die Deutsche Bank mitteilt. Die 53-jährige Schweizerin ist die zweite Frau im GEC nach der Französin Sylvie Matherat, die erst im Juni berufen worden war. Matherat, die von der französischen Notenbank kommt, soll sich um die Beziehungen zu den Aufsehern und die Umsetzung regulatorischer Vorgaben kümmern.

Beide Frauen unterstehen dem für Recht und Personal zuständigen Vorstand Stephan Leithner. Die Aufgaben von Matherat und Faruque fielen vorher in das Aufgabenfeld von Andrew Procter, der die Bank im Juni verlassen hatte. Procter war zur internationalen Anwaltskanzlei Herbert Smith Freehills gewechselt. Er war Medienberichten zufolge bei der deutschen Finanzaufsicht BaFin in Ungnade gefallen.

In Bern Jura studiert

Faruque arbeitet seit 2008 für die italienische Grossbank Unicredit. Dort war sie im Management-Ausschuss unter anderem für Recht und Compliance im Privatkundengeschäft, der Vermögensverwaltung und im Investmentbanking zuständig. Zuvor hatte sie zehn Jahre lang für Merrill Lynch gearbeitet. Faruque hat in Bern Jura studiert und ist als Anwältin in der Schweiz und in den USA zugelassen.

(sda/se)