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Deutsche Bank spielt «Brexit» durch

Deutsche Bank: Eine Expertengruppe arbeitet in einem frühen Stadium an dem Thema. Keystone

Die Deutsche Bank beschäftigt sich mit einem möglichen EU-Austritt der Briten. Dabei geht es um die Frage, welche Geschäftsbereiche aus London abgezogen werden könnten.

Veröffentlicht am 19.05.2015

Die Deutsche Bank will auf ein mögliches Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union («Brexit») vorbereitet sein. Eine hochrangig besetzte Arbeitsgruppe beschäftige sich mit diesem Szenario und den verschiedenen Auswirkungen auf das Geschäft, sagte eine Konzernsprecherin.

Dabei gehe es um die Frage, welche Geschäftsbereiche aus der Finanzmetropole London abgezogen und in andere EU-Länder, etwa Deutschland, geholt werden könnten. Die Überlegungen der Expertengruppe seien allerdings noch in einem sehr frühen Stadium.

Viele Investmentbanker

Grossbritannien ist für die Deutsche Bank ein wichtiger Markt: Deutschlands führendes Geldhaus ist dort an insgesamt 16 Standorten mit knapp 9000 Mitarbeitern vertreten. In London sitzen viele Investmentbanker der Deutschen Bank.

Die «Brexit»-Debatte ist wieder in Gang gekommen, nachdem die Konservative Partei von Premierminister David Cameron die britische Parlamentswahl Anfang Mai überraschend deutlich gewonnen hat. Cameron will den traditionell europakritischen Briten zu mehr Macht gegenüber Brüssel verhelfen und hat bis 2017 eine Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft in Aussicht gestellt.

(reuters/tno/ama)

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