Die Deutsche Bank verringert ihre Aktivitäten in Russland. Deutschlands grösstes Kreditinstitut wird den Geschäftsbereich Corporate Banking & Securities in dem Land aufgeben, teilte die Bank am Freitag in Frankfurt am Main mit. Das Geschäftsfeld beinhaltet unter anderem die Unternehmensfinanzierung und den Handel mit Finanzprodukten.

Der Rückzug solle bis Ende 2015 grossteils abgeschlossen sein. Nach Angaben aus Finanzkreisen fallen dadurch rund 200 Arbeitsplätze in Russland weg.

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Im Rahmen des weltweiten Sparprogramms

Die durch den Rückzug betroffenen Kunden werde man aus internationalen Finanzzentren heraus betreuen, teilte die Deutsche Bank weiter mit. Die Entscheidung für den Teilrückzug in Russland fiel nach Angaben der Bank im Rahmen des weltweiten Sparprogramms.

Bereits Ende April hatten die damaligen Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen die sogenannte Strategie 2020 vorgestellt, mit der sie die Bank weniger komplex und kosteneffizienter ausrichten wollten. Anfang Juli löste John Cryan Jain als Co-Chef der Bank ab. Cryan, der das Geldhaus ab Mai 2016 alleine führen soll, will bis Ende Oktober über die Neuausrichtung der Bank entscheiden.

(sda/gku)