Die Deutsche Bank hat wegen Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ihre Prognose gesenkt. Der Branchenprimus hält es nun nicht mehr für möglich, in diesem Jahr wie angestrebt 10 Milliarden Euro vor Steuern zu verdienen, wie Bank-Chef Josef Ackermann bei einer Analystenkonferenz in London erklärte. Er hatte zuletzt die Märkte bereits auf diesen Schritt vorbereitet.

Schon bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im Juli hatte Ackermann das Erreichen der Ziele unter Vorbehalt sich stabilisierender Märkte gestellt. Danach spitzte sich die Schuldenkrise in Europa zu und verdarb vielen Anlegern die Lust am Investieren.

Ackermann kündigte an, dass die Bank weitere 250 Millionen Euro auf griechische Staatsanleihen abschreibe. Im zweiten Quartal waren es bereits 155 Millionen Euro.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Als Reaktion auf die schwachen Geschäfte im Investmentbanking will die Deutsche Bank bis Ende März 2012 500 Stellen vor allem ausserhalb Deutschlands streichen.

Die Aktie der Deutschen Bank fiel bis 12.50 Uhr um 5,78 Prozent auf 24.24 Euro, das Tageslief liegt bei 23.40 Euro.

(rcv/tno/awp/sda)