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Deutsche Bank trennt sich von US-Immobilienkrediten

Deutsche Bank: Das Geldhaus will Gewinne auf dem US-Immobilienmarkt erzielen.   Keystone

Das Geldhaus will die positive Entwicklung auf dem US-Immobilienmarkt nutzen und ein Kreditportfolio verkaufen. Laut Deutsche Bank geht es dabei nicht um die Bereinigung der Bilanz.

Veröffentlicht am 08.10.2014

Die Deutsche Bank will sich die gute Stimmung auf dem US-Immobilienmarkt zunutze machen und Finanzkreisen zufolge ein zwei Milliarden Dollar schweres Kreditportfolio verkaufen. Das Geldhaus führe darüber bereits Gespräche mit verschiedenen Finanzinvestoren und hoffe auf einen Abschluss binnen sechs Wochen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Ziel sei es, die gewerblichen Immobilienkredite mit einem Gewinn zu verkaufen, es gehe nicht um eine Bilanzbereinigung. Ein anderer Insider äusserte sich ähnlich und erklärte, das Portfolio stamme aus dem Immobilienbereich der Investmentbank und nicht aus der internen «Bad Bank». Die Deutsche Bank wollte sich zu den Informationen am Mittwoch nicht äussern.

Nachfrage in Metropolen gross

In wichtigen Kernmärkten wie den USA, Grossbritannien, Frankreich oder Deutschland haben sich die gewerblichen Immobilienmärkte von der Finanzkrise erholt. Gerade in den Metropolen ist die Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsflächen gross - daher steigen die Preise für Immobilien. Damit lassen sich auch die zugrunde liegenden Kredite wieder besser auf dem Markt handeln.

Auch andere Finanzinstitute hatten deshalb zuletzt große Kreditportfolios abverkaufen können. Dazu zählt etwa die Commerzbank. Bei ihr lagerten die gewerblichen Immobilienkredite aber in der internen «Bad Bank», weil das Institut dieses Geschäft eingestellt hat. Losschlagen konnte die Commerzbank zuletzt unter anderem Darlehen in Grossbritannien und Spanien.

(reuters/dbe/ama)

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