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Deutsche Bank überprüft Vermögensverwaltung

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann: Geht mit ihm auch der Verantwortliche für die Vermögensverwaltung? (Bild: Keystone)

Die UBS hat die Vermögensverwaltung zum neuen Schwerpunkt erklärt, die Deutsche Bank stellt genau diesen Geschäftsbereich auf den Prüfstand. Für das Asset Management zieht die Bank «alle strategischen

Veröffentlicht am 22.11.2011

Die Deutsche Bank stellt mitten in der Schuldenkrise eines ihres Kerngeschäftsfelder auf den Prüfstand: Für das weltweite Asset Management, also die Vermögensverwaltung für institutionelle Anleger und das Fondsgeschäft, werde eine «strategische Überprüfung» eingeleitet, teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit.

«Die Bank steht selbstverständlich weiter zum Asset Management», heisst es in der Mitteilung. Es kämen jedoch «alle strategischen Optionen» in Betracht. Die «Financial Times Deutschland» schreibt in ihrer Online-Ausgabe, bei der Deutschen Bank denke man über den Verkauf von Teilen ihrer Vermögensverwaltung nach.

Die Überprüfung erstrecke sich laut dem Institut auf den gesamten Unternehmensbereich Asset Management weltweit mit Ausnahme des Geschäfts der Fondstochter DWS in Deutschland, Europa und Asien, welches «ein Kernbestandteil des Angebots der Deutschen Bank für private Kunden in diesen Märkten» bleibe.

Fingerzeig auf die künftige Ausrichtung?

Auch andere europäische Grossbanken stellten zuletzt das US-Geschäft infrage wegen des dort noch schwierigeren Umfelds und Steuerstreitigkeiten. Die Deutsche Bank weist darauf hin, sie nehme vor allem die «jüngsten regulatorischen Veränderungen» und damit verbundene Kosten und Wachstumsaussichten unter die Lupe.

Kevin Parker, im erweiterten Vorstand (Group Executive Committee) für die Sparte verantwortlich, erklärte: «Unser Ziel ist es, die beste strategische Option zu finden, um die Leistung und das Potenzial im Unternehmensbereich Asset Management zu maximieren.»

Die Ankündigung könnte ein Fingerzeig auf die künftige Ausrichtung der grössten deutschen Bank sein - und zu Parkers beruflicher Zukunft. Zuletzt war in Medienberichten spekuliert worden, Parker werde den jüngsten Machtkämpfen bei der grössten deutschen Bank zum Opfer fallen, spätestens nach der Hauptversammlung im Mai 2012, wenn die Vorstände Anshu Jain und Jürgen Fitschen die Konzernführung von Josef Ackermann übernehmen.

(tno/awp)

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