Am Dienstag wird die Deutsche Bank ihre Quartalszahlen vorlegen. Dank starkem Investmentbanking soll der Gewinn um 29 Prozent gestiegen sein – so der Konsens der vom Finanznachrichtendienst Bloomberg befragten Analysten.

Insbesondere höhere Erträge im Konsortialgeschäft mit Aktien und mit Anleihen dürften das Ergebnis bei der Investmentbank angeschoben haben, heisst es. Zusammen mit Goldman Sachs war die Deutsche Bank unter anderem an der 17-Milliarden-Dollar schweren Anleihensplatzierung von Apple beteiligt – die Provision daraus beläuft sich gesamthaft auf 53,25 Millionen Dollar.

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Zudem war die Bank Ende April auch – zusammen mit Morgan Stanley – weltweiter Koordinator beim Verkauf von RTL-Aktien durch Bertelsmann im Volumen von 1,4 Milliarden Euro.  

Verdopplung im Investmentbanking?

Die befragten neun Analysten erwarten einen Gewinn von 845 Millionne Euro – der Vorsteuergewinn beim Investmentbanking soll sich auf 990 Millionen Euro gar verdoppelt haben. Damit würde die Deutsche Bank das hohe Tempo der US-Investmentbanken, die zuletzt ihre Quartals- und Halbjahreszahlen vorgelegt hatten, mitgehen.

«Der Markt erwartet ein gutes Quartal im Investmentbanking», wird Ingo Frommen von der Landesbank Baden-Württemberg zitiert. Er sei allerdings noch nicht sicher, ob die Kostensparmassnahmen schon voll zum Tragen kämen, weil die Bank immer noch Geld für ihre Umstrukturierung ausgeben müsse. Auch die «Blackbox» der Rechtsstreitigkeiten noch da sei, betont Frommen.

(vst/aho)