Deutsche-Bank-Chef John Cryan will beim Umbau von Deutschlands grösstem Geldhaus an der Vermögensverwaltung festhalten. In einem am Montag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter schrieb er, diese sollten sich nicht von Fusions- und Verkaufsspekulationen verunsichern lassen. Dem Gerücht, die Bank könne die Vermögensverwaltung verkaufen, «möchte ich entgegentreten und hier klarstellen»: Die Deutsche Asset Management ist und bleibt ein essenzieller Bestandteil unseres Geschäftsmodells.»

Auf Pläne über eine mögliche Fusion mit der Commerzbank , über die zuletzt das «Manager Magazin» und das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» berichtet hatten, ging Cryan in dem Brief nicht direkt ein, betonte aber: «Es gibt genug, was wir im Alleingang lösen können. Darauf konzentrieren wir uns jetzt.» So wolle die Bank wichtige Rechtsstreitigkeiten abschliessen.

Nicht auf der Suche nach Partnern

Spekulationen über einen denkbaren Zusammenschluss mit der Commerzbank hatte Cryan Ende August auf einer Bankentagung in Frankfurt zurückgewiesen. Er sei derzeit nicht auf der Suche nach Partnern. Zu möglichen Gesprächen mit dem neuen Commerzbank-Chef Martin Zielke, über die in den Berichten spekuliert worden war, äusserte er sich nicht.

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Angesichts der schwierigen Sanierung der Deutschen Bank hatte es zuletzt Spekulationen gegeben, das Institut könne seinen Sparkurs verschärfen und die Vermögensverwaltung abstossen. In der Sparte bündelt die Bank das Geschäft mit Fonds für Grossinvestoren und Privatanleger.

(sda/mbü/jfr)