Die Deutsche Bank unternimmt einen weiteren Versuch zum Verkauf der BHF-Bank und hat einen neuen Interessenten an der Angel. Derzeit werde mit dem belgischen Finanzinvestor RHJ International (RHJI) exklusiv verhandelt, teilte die Deutsche Bank am Donnerstag mit.

Chef von RHJ International ist der frühere Leiter des Schweizer Versicherungskonzerns Winterthur, Leonhard Fischer. Den BHF-Kauf will RHJI aus eigenen Mitteln und mit Hilfe von Co-Investoren stemmen, wie das Unternehmen mitteilte.

BHF mit Hauptsitz in Frankfurt beschäftigt 1500 Mitarbeiter an 13 Standorten und hat ihre Schwerpunkte in der Vermögensverwaltung und im Geschäft mit wohlhabenden Kunden.

Das Institut gehört seit der Übernahme von Sal. Oppenheim im Jahr 2009 zum Deutsche-Bank-Konzern und stand von Anfang an auf der Verkaufsliste von Bankchef Josef Ackermann. Doch Interessenten gab es wenige, zudem sollen die Gebote weit unter dem von der Deutschen Bank veranschlagten Buchwert von 600 bis 650 Millionen Euro gelegen haben.

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Der geplante Verkauf an die Liechtensteiner Bank LGT war im April dieses Jahres am Veto der Behörden gescheitert. Damals kündigte die Deutsche Bank an, die BHF behalten zu wollen.

(laf/cms/awp)