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Geothermie
Deutsche Bohrfirma kassiert in St. Gallen trotz Stillstand

Geothermie-Anlage im Sittertobel in St. Gallen: Geräte und Experten kommen von der Firma Itag. (Bild: Keystone)

Eine Bohrung in St. Gallen löste am Wochenende ein Erdbeben aus. Zuständig für die Arbeiten war die deutsche Firma Itag - und die verdient nun trotz Arbeitsunterbruch weiter.

Von Stefan Mair
am 24.07.2013

Die deutsche Bohrfirma Itag, die beim St. Galler Geothermie-Projekt für Bohrungen zuständig ist, fürchtet auch nach dem ausgelösten Erdbeben keine Verluste. Für die Maschinen werde ein Tagessatz entrichtet, der auch fällig wird, wenn die Bohrer stillstehen, sagte Firmenchef Wolfgang Büchner.

In die Verhandlungen zwischen Stadtwerken und Behörden über die Fortführung der Arbeiten sei Itag nicht eingebunden. Sollte es zu einem Stopp der Arbeiten kommen, stünde ein neuer Einsatzort für den Bohrturm aber schon fest, nämlich für ein Projekt des Energieriesen RWE in Norddeutschland.

Firmenchef Büchner hofft aber, dass das Projekt in St. Gallen weitergeht. Er lobt die Stadtwerke für die korrekte Information der Öffentlichkeit in dieser Ausnahmesituation. Dies sei in Deutschland oft nicht der Fall. Ein seismisches Ereignis wie jenes in St. Gallen habe die Firma, die mehr als ein Dutzend ähnlicher Projekte verwirklicht hat, aber noch nie erlebt.

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