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Deutsche Brauer verkaufen mehr Bier

Krombacher: Eine der grössten Privatbrauereien Deutschlands. Keystone

Das deutsche Braujahr endet mit einer positiven Bilanz. Fast 100 Hektoliter Bier floss in die Kehlen. Die Schweiz dagegen beklagt einen Negativrekord.

Veröffentlicht am 16.01.2017

Die deutschen Brauereien haben 2016 etwas mehr Bier verkauft als im Vorjahr. Es waren mehr als 96 Millionen Hektoliter nach 95,7 Millionen Hektoliter 2015.

Bis November betrug das Plus 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Deutsche Brauer-Bund in seiner vorläufigen Bilanz auf Basis von Hochrechnungen in Berlin mitteilte. Nach jahrelangem Absatzrückgang sei der deutsche Biermarkt damit das dritte Jahr in Folge stabil.

Fussball-EM gab Impulse

Die positive Entwicklung ist dem Export zu verdanken, der von Januar bis November um 4,2 Prozent auf 15,7 Millionen Hektoliter stieg. Dagegen nahezu unverändert blieb der Bierabsatz im Inland bei 72,4 Millionen Hektoliter in den ersten elf Monaten.

Belebende Faktoren waren nach Worten von Verbandspräsident Hans-Georg Eils die Fussball-Europameisterschaft, das 500. Jubiläum des Reinheitsgebots und der warme Sommer.

Negativrekord in der Schweiz

Das Schweizer Braujahr endete mit einer schlechteren Bilanz. Der verregnete Frühling und Frühsommer hat den Bierabsatz in der Schweiz getrübt. Im abgelaufenen Braujahr 2015/16 (per Ende September) sank der Ausstoss um 0,6 Prozent auf 4,62 Millionen Hektoliter.

Das war ein Negativrekord. Seit Beginn der Aufzeichnungen hat es noch nie so einen Tiefstand gegeben, ob das jetzt Wein, Spirituosen oder Bier betrifft. Pro Kopf flossen noch etwas über 55 Liter durch die Kehle. Im Vorjahr waren es noch 55,5 Liter gewesen.

(sda/ise/chb)

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