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Luftfahrt
Deutsche Flugausfälle treffen auch die Schweiz

Website der Swiss: Flugausfälle zwischen Hamburg und Zürich. (Screenshot von 13:30 Uhr)

An mehreren deutschen Flughäfen streikt das Sicherheitspersonal, am Hamburger Airport herrschen chaotische Zustände. Viele Flüge fallen aus, auch Verbindungen mit der Schweiz sind gestrichen.

Veröffentlicht am 09.02.2015

An den Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover hat das Sicherheitspersonal am Montag die Arbeit niedergelegt. In Hamburg kam es zu chaotischen Szenen. Während zwei Stunden musste die Polizei die Türen des Flughafens schliessen, weil die Terminals überfüllt waren.

Die Abfertigung brach zusammen, zeitweise warteten mehr als 5000 Menschen vor den Türen. Daraufhin sicherten Polizisten vorübergehend die Zugänge, wie eine Flughafensprecherin sagte.

100 von 400 Flügen gestrichen

An den Sicherheitskontrollen mussten die Reisenden vier bis fünf Stunden warten. Dies weil nur wenige der 24 Sicherheitschecks geöffnet waren. «Man hat eigentlich heute gar keine Chance, seinen Flieger zu erreichen», sagte die Sprecherin. Bislang seien 100 von 400 geplanten Flügen gestrichen worden. Von dem ganztägigen Warnstreik könnten nach früheren Angaben des Flughafens rund 40'000 Passagiere betroffen sein.

Auch Verbindungen aus der Schweiz sind betroffen. So wurden etliche Swiss-Flüge von Zürich nach Hamburg gestrichen. (Prüfen Sie hier, ob Ihr Swiss-Flug auch ausfällt.)

«Streikbeteiligung ist grandios»

Auch in Stuttgart gab es am Flughafen lange Schlangen mit Wartezeiten von bis zu zwei Stunden. Am kleineren Regionalflughafen Hannover habe es keine Verspätungen gegeben, erklärte eine Sprecherin. Die Bundespolizei habe die Kontrollen der privaten Sicherheitsfirmen übernommen.

Peter Bremme von der Gewerkschaft Verdi zeigte sich in Hamburg mit dem bisherigen Verlauf des Arbeitskampfs zufrieden: «Die Streikbeteiligung ist grandios. Auch die Bodenverkehrsdienste haben sich solidarisch gezeigt und mitgemacht.» Hingegen kritisierten die Flughafenbetreiber die Warnstreiks als ungerechtfertigt.

Mehr Lohn gefordert

Hintergrund des Warnstreiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen in der Sicherheitsbranche. Verdi will mit dem Streik den Druck auf die Arbeitgeber in Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen erhöhen. Die Gewerkschaft fordert je nach Bundesland und Beschäftigtengruppe 0,70 Euro bis 2,50 Euro mehr Lohn in der Stunde.

(sda/tno)

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