Der Bau-Dienstleister Bilfinger hat sich 2012 in einem schwierigen Umfeld gut geschlagen und die eigenen Ziele erfüllt. Die Aktionäre dürfen sich auf eine Dividende von 3 Euro freuen, die über den Markterwartungen liegt. Die Leistung sei auch akquisitionsbedingt um 2 Prozent auf 8,64 Milliarden Euro gestiegen, teilte der MDax-Konzern in Mannheim mit. Vor allem im Geschäft mit Industrie- und Kraftwerksdienstleistungen legten die Mannheimer zu.

Der Bau-Dienstleister wurde als erste Firma in der Schweiz temporär vom Markt verbannt. Grund waren Dumping-Löhne, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern in der Schweiz bezahlte.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebitda) im fortgeführten Geschäft kletterte um 17 Prozent auf 466 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Bilfinger 275 Millionen Euro nach 394 im Vorjahr. Damals hatten hohe Verkaufserlöse aus dem Australien-Geschäft den Gewinn aufgepolstert. Im Vorjahr zahlte Bilfinger deswegen auch eine Sonderdividende (Vorjahr: Dividende 2,50 Euro plus 0,90 Bonus).

Für das neue Geschäftsjahr erwartet Bilfinger in allen Geschäftsfeldern eine positive Entwicklung. Konzernweit sollen Leistung und operativer Gewinn zulegen.

(chb/aho/awp)