Der deutsche Patentrechteverwerter IPCom geht vor dem Landgericht Mannheim gegen Apple vor – die Forderung: 1,57 Milliarden Euro plus Zinsen. Hintergrund ist ein Patent des Autozulieferers Robert Bosch, das IPCom 2007 laut Bericht des Nachrichtensenders «n-tv» 2007 erworben habe.

Apple solle diese Technologie im iPhone einsetzen, um Notrufen im Mobilfunknetz eine bevorzugte Behandlung zu verschaffen. Auch für die Polizei könne diese geschützte Technologie wichtig sein – nämlich dann, wenn bei überlasteten Netzen auf die beste Alternative ausgewichen werden kann.

Bristant: Die Rolle von Patentrechteverwertern wie IPCom ist nicht unumstritten. Weil sie Patente kaufen und hinterher über Lizenzgebühren Geld damit verdienen, kritisieren Technologiefirmen, dass dies die Entwicklung neuer Produkte behindere. Befürworter behaupten genau das Gegenteil – und streichen heraus, dass die Patentverwerter Innovationen fördern.

(vst/me)