Die Basler Privatbank J. Safra Sarasin schreibt in Deutschland tiefrote Zahlen. Die deutsche Tochter mit Sitz in Frankfurt am Main weist 2014 einen Verlust von elf Millionen Euro aus, wie die Handelszeitung in ihrer neusten Ausgabe schreibt. Damit kommen die Basler in Deutschland im dritten aufeinanderfolgenden Jahr nicht aus den roten Zahlen. Dabei belastet der Rechtstreit um Dividendengeschäfte die Tochter im Ergebnis.

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«Insbesondere die Berichterstattung rund um die Durchsuchung der Geschäftsräume in der Schweiz und in Deutschland, vor dem Hintergrund der Cum-Ex-Untersuchungen und dem darauf folgenden Rücktritt des stellvertretenden Gruppen-CEO, hat das Geschäft in Deutschland negativ beeinflusst», schreibt J. Safra Sarasin im Jahresbericht der Deutschland-Tochter.

Privatbank fährt strikten Sparkus

Die schwierige Lage hat Konsequenzen: Im Berichtsjahr 2014 reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter markant, und auch künftig dürften die Privatbanker den Gürtel enger schnallen müssen. So kündigt die Bank im Ausblick fürs laufende Geschätfsjahr ein «striktes Kostenmanagement» durch eine «deutliche Reduktion der Rechtsberatungs- und Personalkosten» an: Shared Service Center oder Outsourcing als Strategien zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung würden dabei ins Blickfeld rücken.  Die Bank mit Volllizenz unterhält in Deutschland fünf Standorte in Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

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