Steuerfahnder aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen zwei Jahren Ermittlungsverfahren gegen 57 ausländische Banken eingeleitet. Unter ihnen sollen auch solche aus der Schweiz sein.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, wird den Banken aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Luxemburg Beihilfe zur Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Auf die Spur gekommen waren die Fahnder den Finanzinstituten demnach durch die Auswertung von Selbstanzeigen deutscher Bürger, die den Behörden Schwarzgeldkonten im Ausland meldeten.

Verhandlungen über Bussgeld

Die Ermittler hätten sich die Selbstanzeigen gezielt daraufhin angeschaut, welche Banken wiederholt darin vorgekommen seien, berichtete die «SZ». In etwa zehn Verfahren seien sich die deutschen Steuerfahnder und die ausländischen Banken bereits über Bussgeldzahlungen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro einig geworden. In einem grösseren Fall werde derzeit über rund 60 Millionen Euro Bussgeld verhandelt.

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Unter den verdächtigten Instituten sind dem Bericht zufolge auch Banken, die bereits vor Jahren anderweitig wegen Steuerdelikten aufgefallen waren.

(sda/me/chb)