1. Home
  2. Deutscher Käufer sieht Kuoni als Geschenk

Tourismus
Deutscher Käufer sieht Kuoni als Geschenk

Sören Hartmann: Der DER-Touristik-Chef erwartet im nächsten Jahr Profit in der Schweiz. Keystone

Rund 120 Millionen Franken hat DER Touristik für den Reiseveranstalter-Arm von Kuoni bezahlt. Für den Chef der Rewe-Tochter war das Geschäft ein «Geschenk des Himmels».

Veröffentlicht am 28.10.2015

Was der eine nicht mehr will, kann für den anderen unglaubliche Chancen eröffnen. So jedenfalls stellt es Sören Hartmann dar.

Der CEO der deutschen DER Touristik, welche den europäischen Reiseveranstalter-Arm von Kuoni übernommen hat, findet in seinem ersten gros­sen Interview auf Schweizer Boden schmeichelnde Worte für das Übernahmeziel, das man günstig eintüten konnte. «Im Januar kam Kuoni quasi als Geschenk des Himmels und eröffnete uns komplett neue Quellmärkte», sagt Hartmann im Gespräch mit dem Fachblatt «Travel Inside».

Preiskampf für 2016 angekündigt

DER Touristik hat Kuonis Veranstalter- und Online-Aktivitäten in der Schweiz, in Grossbritannien, Skandinavien und Benelux übernommen. Für den Schweizer Teil von Kuoni sieht Hartmann Nachholbedarf im Online-Geschäft, preislich einheizen wolle man ab 2016 mit der Marke Helvetic Tours.

Den Bereich der Synergien beschreibt Hartmann als eine Art aktiven Verdauungsprozess. Kuoni-Schweiz-Chef Marcel Bürgin solle «in den grossen Bauch der DER Touristik hineinschauen und sich die Themen heraussuchen, die er brauchen kann». Was immer das sein wird: Per 2016 will Sören Hartmann wieder ein profita­bles Schweiz-Geschäft sehen.

(ag)

Anzeige