Der deutsche Roboterhersteller Kuka will die auf Logistiksysteme in Spitälern und Verteilzentren spezialisierte Swisslog übernehmen. Am Donnerstag offerierte Kuka für alle sich im Publikum befindlichen Namensaktien 1,35 Franken. Dies entspricht einem Kaufpreis von 338 Millionen Franken.

Das Angebot liege 8,9 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch und 15,4 Prozent über dem Durchschnittskurs der Swisslog-Aktie der letzten 60 Handelstage, teilte Kuka am Donnerstagabend mit. Der Verwaltungsrat von Swisslog empfiehlt, das Angebot anzunehmen.

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Zusammenschluss soll Marktposition stärken

Der Zusammenschluss mit Kuka stärke die Marktposition von Swisslog durch zusätzliche Wachstumspotenziale und einen besseren Zugang zu Schlüsseltechnologien, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem könnten Swisslog und Kuka zusammen von Synergien aus gemeinsamer Technologienutzung, bei der Bündelung von Know-how, in den Bereichen Einkauf und Services sowie aus der gemeinsamen Nutzung internationaler Standortstrukturen profitieren.

Swisslog als Marke sowie das Geschäftsmodell mit den Divisionen Healthcare Solutions und Warehouse & Distribution Solutions sowie die weltweite Marktpräsenz sollen erhalten bleiben. Swisslog könne im Kuka-Verbund ihre Zielsetzungen schneller und besser erreichen, wird Peter Hettich, Delegierter des Verwaltungsrates und Vorsitzender der Gruppenleitung von Swisslog, in der Meldung zitiert.

Angebot wird wohl am 6. Oktober veröffentlicht

Das Angebot wird voraussichtlich am 6. Oktober publiziert. Die Angebotsfrist wird voraussichtlich am 21. Oktober beginnen. Angestrebt wird die Übernahme von mindestens zwei Dritteln des Aktienkapitals von Swisslog.

Die Swisslog-Verwaltungsräte Peter Hettich, Johann Löttner und Jürg Rückert werden im Falle einer Annahme des Angebots zurückzutreten. Als neues VR-Mitglied wird Kuka-CEO Till Reuter vorgeschlagen. Vorbehältlich der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden soll die Übernahme bis zum Jahresende vollzogen sein.

Weitere Details wollen Kuka und Swisslog am Freitag an einer gemeinsamen Medienkonferenz in Zürich bekanntgeben.

(sda/moh)