«Trutenfleisch: Profit auf Kosten der Tiere» - so hiess der Beitrag im Kassensturz von Mitte Dezember 2011. Das Konsumentenmagazin enthüllte, wie die Tiere in Deutschland unwürdig gehalten werden - coupierte Schnäbel, verletzte Tiere, wenig Platz.

In der Schweiz sind solche Zustände verboten - doch die Grossverteiler Migros und Coop kaufen nicht hier ein, sondern in Deutschland, etwa beim Grossmäster Heidemark. Damit verzichten sie wegen Rentabilitätsgründen auf den hohen Tierschutz-Standard in der Schweiz.

Als das «Kassensturz»-Team in Deutschland vorstellig wurde, verweigerte man jegliche Auskunft. Dafür kam dann im März 2012 eine Klage wegen UWG. Die Deutschen werfen den Journalisten also unlauteren Wettbewerb vor, weil Heidemark im Beitrag erwähnt wurde.

Momentan streiten sich die Staatsanwaltschaften Bern und Zürich, wer die Klage behandeln muss. Der Beitrag vom 13. Dezember 2011 ist auf der Webseite von SRF zu sehen.

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