Viel ist darüber spekuliert worden, dass Lizenzstreitigkeiten das Film- und Serienbuffet des amerikanischen Streaming-Dienstes Netflix in Europa schmälern könnten. Die bisher erfolgreichste Eigenproduktion «House of Cards» sei zum Beispiel zunächst nicht im Angebot, weil der Pay-TV-Sender Sky die deutschsprachigen Rechte habe, hiess es anfangs September. Das Unternehmen sagte nichts dazu.

In der Nacht zum Dienstag hat Netflix nun seinen Service in Deutschland verfügbar gemacht; und das dürfte wegweisend für die Schweiz sein. Da die Lizenzrechte vielfach an Sprachregionen gebunden sind, werden beide Länder ähnlich ausgestattet sein.

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Neue Serien in Deutschland

Erstes Urteil: Das deutsche Angebot ist durchaus umfassend und im ersten Monat zur Probe kostenlos. Zum Start bietet Netflix zahlreiche Serien an, die noch nie in Deutschland zu sehen waren, darunter «Orange Is the New Black», «Fargo», «Penny Dreadful» oder «From Dusk Till Dawn». In den nächste Monaten will Netflix mit weiteren Serien nachziehen, darunter auch «Marco Polo» oder «Marvel’s Daredevil».

Serienfans dürfen sich ebenfalls auf beliebte Formate wie «Breaking Bad», «The Walking Dead» oder «Family Guy» freuen. Vor allem aber ist auch «House of Cards» im Angebot. An deutschen Formaten werden unter anderem «Der Tatortreiniger», «Die Brücke» oder auch «Mord mit Aussicht» abrufbar sein.

TV-Shows und Serien, die eigentlich bei der Konkurrenz von Maxdome unter Vertrag stehen, wie «Pastewka», «Ladykracher» oder «Stromberg» sind ebenfalls im Paket für 7,99 Euro enthalten. Die Preise für die Schweiz wurden letzte Woche bekannt, bleiben allerdings unbestätigt. Ab 11.90 Franken soll es Netflix geben, auf einem Gerät mit Standardauflösung.

Erste Reaktionen positiv

Erste deutsche Reaktionen sind verhalten positiv. Die Online-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt, Netflix starte mit einem kleinen Angebot. Spiegel Online merkt an, dass der Streaming-Dienst vergleichsweise spät in den Markt eintrete und dass Überraschungen ausblieben. Twitternutzer freuen sich aber grösstenteils, auch wenn verschiedentlich bemängelt wird, das Filmprogramm lasse zu wünschen übrig. Wenige Nutzer werden so deutlich wie @arcadeoffire: «Ich. Brauche. Netflix.»

 

— Felix Bahlinger (@felixba) 16. September 2014

 

— felix (@arcadeoffire) 16. September 2014

 

— Lukas (@phasenkasper) 16. September 2014

 

— Patrick Heidmann (@patrickheidmann) 16. September 2014

 

— André Bauscher (@AndreBauscher) 16. September 2014

 

— W. Wieland (@herr_wieland) 16. September 2014

 

— Armin Wolf (@ArminWolf) 16. September 2014