Der Ostschweizer Nahrungsmittelkonzern Hügli hat den Umsatz 2014 um 2,6 Prozent auf 377 Millionen Franken gesteigert. Das Wachstum beschleunigte sich im zweiten Halbjahr. Überdurchschnittlich legte Hügli im grössten Ländersegment Deutschland zu.

Nach einem verhaltenen Start im ersten Semester mit einem Umsatzwachstum von 2,1 Prozent habe sich dieses im zweiten Halbjahr auf 5,2 Prozent erhöht, teilte Hügli am Donnerstag mit.

Mitbewerber in Schieflage

Besonders dynamisch entwickelte sich der Vertrieb im Lebensmitteldetailhandel (Private Label). Lag hier die Zuwachsrate Mitte Jahr noch bei 1,4 Prozent, schnellte sie im zweiten Halbjahr dann aber auf knapp 20 Prozent in die Höhe. Dafür verantwortlich waren in erster Linie Lieferschwierigkeiten eines Mitbewerbers.

Wie Hügli weiter mitteilte, zeichnete sich der deutsche Markt im vergangenen Jahr durch ein starkes organisches Wachstum von über 7 Prozent aus. Deutlich weniger gut lief es in der Schweiz und im übrigen Westeuropa. Hier sank der Umsatz um knapp 2 Prozent.

Bruttomarge stabil

Dank insgesamt stabilen Rohstoffpreisen konnte die Bruttomarge auf Vorjahresniveau gehalten werden. Da das konsequente Kostenmanagement seine Früchte in nur leicht steigenden Kosten, trotz höherem Personalbestand zeige, rechne man mit einem überproportionalen Gewinnwachstum, schreibt Hügli. Detaillierte Zahlen werden am 15. April publiziert.

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Für das Jahr 2015 erwartet Hügli ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Der operative Gewinn (Ebit) aus eigener Kraft werde sogar überproportional steigen. Diese operativen Verbesserungen würden jedoch von den neuen Währungsrelationen aufgezehrt. Daher erwartet Hügli Umsatz und Betriebsergebnis 2015 in einer vergleichbaren Grössenordnung zum Vorjahr.

(sda/ise/chb)