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Einschätzung
Deutschland fehlen Fachleute - dies bremst Geberit

Geberit: Gewinn und Umsatz sind gesunken. Keystone

Geberit hat im ersten Halbjahr weniger Gewinn und Umsatz erzielt. Für das Geschäftsjahr ist die Sanitärfirma zuversichtlich - im wichtigen Markt Deutschland sieht der Konzern aber ein Problem.

Veröffentlicht am 17.08.2017

Höhere Rohmaterialpreise und Restrukturierungskosten haben im ersten Halbjahr den Gewinn der Sanitärfirma Geberit belastet. Das Nettoergebnis sank um fast ein Fünftel auf 258,2 Millionen Franken, wie der Konkurrent der spanischen Roca und der deutschen Grohe am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging wegen negativer Währungseffekte und des Verkaufs von zwei Gesellschaften um 0,7 Prozent auf 1,469 Milliarden zurück.

Einmaligen Kosten in Höhe von 44 Millionen Franken im Zusammenhang mit der Schliessung von zwei Werken in Frankreich belasteten das Ergebnis im zweiten Quartal. Zudem fielen Integrationskosten für die 2014 für rund eine Milliarde Euro übernommene finnische Sanitec an.

In Deutschland fehlen die Fachleute

Das Unternehmen äussert sich zuversichtlich. Die Nachfrage in der Bauindustrie dürfte nach wie vor positiv verlaufen. Die Entwicklung sei aber unterschiedlich. In Deutschland, wo Geberit rund 30 Prozent der Umsätze erzielt, sei trotz einer gesunden Nachfragesituation das Wachstumspotenzial stark eingeschränkt, weil es an Fachleuten mangele. Geberit erwartet für 2017 ein organisches und währungsbereinigtes Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent.

(sda/mbü/jfr)

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