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Kryptowährung
Deutschland und Frankreich setzen Bitcoin auf G20-Agenda

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Bitcoin soll zum Thema am G20-Finanzministertreffen werden.Quelle: Getty/Anadolu

Bitcoin soll Regulierungen erhalten: Deutschland und Frankreich fordern, dass sich die G20 über die Kryptowährung abstimmen.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Deutschland und Frankreich pochen auf ein Ende der unregulierten Zeiten für Internet-Währungen wie Bitcoin. In einem gemeinsamen Brief an die argentinische G20-Präsidentschaft forderten beide Staaten, das Thema Risiken und Chancen der Cyber-Devisen sowie der dahinterstehenden Technologien auf die Agenda des Finanzministertreffens der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer im März in Buenos Aires zu setzen.

Das Ergebnis könnte ein international abgestimmtes Handeln sein. Deutschlands geschäftsführender Finanzminister Peter Altmaier, sein französischer Kollege Bruno Le Maire sowie die beiden Notenbankchefs Jens Weidmann und Francois Villeroy de Galhau reagieren damit auf die weltweit wachsende Bedeutung von Kryptowährungen sowie digitalen Beteiligungs- und Optionsrechten ('Token').

Finanzwelt will Bitcoin einer Aufsicht unterwerfen

Bitcoin waren zuletzt extremen Schwankungen ausgesetzt. 2017 stiegen sie immer weiter - zeitweise bis auf rund 20'000 Dollar im Dezember, sackten dann aber vor kurzem auf unter 6000 Dollar ab. Notenbanker und Finanzpolitiker in aller Welt fordern, die neuen Finanzinstrumente stärker ins Visier zu nehmen und einer Aufsicht zu unterwerfen.

In diese Richtung gehen nun auch Deutschland und Frankreich mit ihrer G20-Initiative. Sie schlagen vor, internationale Expertengremien – wie den für Fragen der Finanzstabilität zuständigen FSB – mit einem Bericht zu beauftragen. Zudem müsse erwogen werden, den Internationalen Währungsfonds einzuspannen. Dieser könne die Auswirkungen und Risiken von Cyber-Devisen auf Kapitalflüsse und die Finanzstabilität analysieren.

Investoren drohten erhebliche Risiken

Die Finanzminister und Notenbankchefs Deutschlands und Frankreichs sprachen in dem Brief, der der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag, aber auch von «neuen Möglichkeiten», die sich aus den Technologien ergeben könnten. Investoren drohten aber erhebliche Risiken. Auch bestehe die Gefahr, dass die neuen Möglichkeiten für kriminelle Zwecke genutzt werden. «Auf längere Sicht könnten sich auch potenzielle Risiken für die Finanzstabilität aufbauen.»

Konkret sprachen sie vier Bereiche an, denen man sich widmen sollte. Zunächst müsse man zu einem gemeinsamen Verständnis zur Natur und Funktionsweise der neuen Instrumente finden. Dann gehe es um etwaige Folgen.

Besserer Schutz für Hobby-Investoren

Gedacht werden müsse zudem an einen besseren Schutz von nicht-professionellen Anlegern und Nutzern der Kryptowährungen. Schliesslich sollte man zu einem gemeinsamen Verständnis finden, wie man die Nutzung der neuen Finanzinstrumente für Geldwäscherei und Terrorfinanzierung unterbinden könne.

(sda/bsh)

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