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Bienensterben
Deutschland verbietet Handel mit Syngenta-Produkt

Bienen: Pflanzenschutzmittel könnten den Insekten schaden. Keystone

Deutschland forciert den Kampf gegen das Bienensterben. Bestimmte Pflanzenschutzmittel dürfen aber sofort nicht mehr gehandelt oder ausgesät werden. Die Basler Syngenta ist einer der Hauptproduzenten.

Veröffentlicht am 21.07.2015

Mit einem sofortigen Handels- und Aussaat-Verbot für behandeltes Saatgut will der deutsche Agrarminister Christian Schmidt Bienen besser vor bestimmten Pflanzenschutzmitteln schützen. Dabei geht es um sogenannte Neonikotinoide, die das Nervensystem der Insekten beeinträchtigen und vermutlich auch ihr Navigationssystem stören.

Die Behandlung von Saatgut ist in Deutschland bei Wintergetreide bereits untersagt. Eine Eilverordnung, die am Mittwoch in Kraft tritt, verbietet nun auch Handel und Aussaat, wie das Ministerium am Dienstag mitteilte. Dies zielt vor allem auf importiertes Saatgut ab.

Das Problem ist der Staub

Diese Produkte werden insbesondere von dem Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta und der deutschen Bayer hergestellt.

«Mit der Verordnung schützen wir die Bienen vor insektizidhaltigem Staub. Das nützt sowohl den Bienen als wichtigem Teil der Natur als auch den Bauern, die auf die Bestäubung ihrer Pflanzen durch die Bienen angewiesen sind», erklärte Schmidt.

Einsatz ist bereits eingeschränkt

Experten befürchten, dass die Mittel zum gegenwärtig beobachteten Bienensterben beitragen. In der EU gilt deshalb seit Dezember 2013 eine Art Moratorium, das den Einsatz der drei verbreitetsten Neonikotinoide erheblich einschränkt. Wird das Saatgut damit behandelt, verteilen sich die Mittel beim Wachstum auf die gesamte Pflanze, sind also später auch im Pollen und Nektar zu finden.

(awp/mbü/gku)

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