Die Aktie der Zurich ist im frühen Handel zeitweise um bis zu 3,3 Prozent eingebrochen. Dies als Reaktion auf die angekündigte Rückstellung bei einer deutschen Sparte von rund einer halben Milliarde Euro. Analysten zeigen sich überrascht und befürchten teilweise, dass die Dividende nun unter dem Vorjahr ausfallen könnte.

Der Versicherer Zurich Insurance Group muss in Deutschland Rückstellungen in Höhe von 550 Millionen Dollar vornehmen. Nach Steuern könnte der operative Gewinn der Gruppe in den ersten neun Monaten um 390 Millionen Dollar belastet werden.

Grund dafür seien Rückstellungen für Schadenfälle, vor allem in Haftpflichtsparten mit langer Schadenabwicklungsspanne, der Geschäftssparte General Insurance in Deutschland, teilte Zurich mit. Ausserdem werde Zurich einen Teil ihrer aktivierten Abschlusskosten abschreiben.

Management enttäuscht

Zurichs Führung sei enttäuscht über diese signifikante finanzielle Anpassung und habe in Deutschland die entsprechend notwendigen Massnahmen eingeleitet, hiess es. Unter anderem sei für die betroffene Sparte eine externe Bewertung eingeleitet worden.

Die anderen Geschäftsbereiche hätten sich im dritten Quartal 2012 wie erwartet entwickelt. Damit sei Zurich gut unterwegs, die strategischen Ziele zu erreichen. Die Finanzergebnisse für die ersten neun Monate will der Versicherer am 15. November veröffentlichen.

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(tke/tno/sda)