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Grounding
Die Air-Berlin-Tochter Belair fliegt nicht weiter

Das Ende von Air Berlin bedeutet auch das Aus für Belair. Die Rettung der Schweizer Tochter kommt nicht zustande. 220 Mitarbeiter verlieren den Job.

Die Liquidierung der Schweizer Air-Berlin-Tochter Belair ist nun beschlossene Sache. Rund 220 Mitarbeiter verlieren ihre Stellen.

Ein Verkauf der Belair sei aus «insolvenzrechtlichen Gründen» nicht möglich, sagte der Belair-Verwaltungsratspräsident Christof Zuber am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte zugleich verschiedene Medienberichte vom gleichen Tag.

Sozialplan in Kraft

Den Mitarbeitern sollen ausstehende Löhne und Gelder aus einem Sozialplan von insgesamt 7,5 Millionen Franken ausgezahlt werden. Voraussetzung sei jedoch, dass Airberlin die Finanzierung übernehme, so Zuber.

Er hatte laut Medienberichten die Belegschaft bereits am Freitag in einem internen Memo über die geordnete Stilllegung informiert. Laut Zuber hatten die Investoren SBC und Inavia bereits ein konkretes Übernahmeangebot und Fortführungskonzept vorgelegt. Die Verantwortlichen von Air Berlin gaben dann aber «insolvenzrechtliche Gründe» an, der einen Verkauf unmöglich mache.

Flüge in den Kosovo geplant

Geplant war, den Namen Balair wieder aufleben zu lassen und mit einem Airbus A320 die Strecke Zürich-Pristina für ein Tourismusunternehmen zu bedienen. Die traurige Ironie des gescheiterten Verkaufs ist, dass Belair in der Air-Berlin-Gruppe als der einzige rentable Teil galt, wie Sprecher der Pilotenvereinigung Aeropers Anfang Jahr gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Belair ist seit 2009 vollständig im Besitz der Air Berlin, die seit Mitte August pleite ist und ihren Flugbetrieb inzwischen eingestellt hat. Die deutsche Fluglinie verfolgte einen Expansionskurs, der 2015 in einem Rekordverlust mündete. Belair ist ursprünglich aus der Ferienfluglinie des Migros-Reiseveranstalters Hotelplan hervorgegangen.

(sda/mbü)

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