In Erwartung eines Insolvenzantrages haben Anleger an der New Yorker Börse am Mittwoch die Aktien von Sears aus ihren Depots geworfen. Der Kurs der Kaufhauskette stürzte um rund 40 Prozent auf ein Rekordtief von weniger als 40 Cent ab.

Laut Insidern bereitet das Traditionsunternehmen einen Antrag auf Gläubigerschutz vor. Dieser könnte demnach bereits am Freitag kommen. Zuvor hatte das «Wall Street Journal» berichtet, zur Vorbereitung eines Insolvenzantrags sei die Beraterfirma M-III Partners LLC an Bord geholt worden.

Am Montag werden der Zeitung zufolge insgesamt 134 Millionen Dollar an Schuldenrückzahlungen fällig. Sears äusserte sich nicht zu dem Bericht. Das Unternehmen kämpft schon seit einiger Zeit ums Überleben.

Seit 2008 stagnieren die Umsätze

Vor allem die Zunahme des Onlinehandels durch Konkurrenten wie Amazon macht dem einstigen Aushängeschild der amerikanischen Kaufhauswelt zu schaffen. Im April 2007 hatte die Sears-Aktie ein Rekordhoch von 119 Dollar erreicht.

Doch seither geht es mit der Firma bergab. Seit 2008 stagnieren die Umsätze, und in den vergangenen sieben Jahren wies Sears nur Verluste aus. Vor Jahresfrist hatte der Kurs noch über sieben Dollar gelegen.

Als Knackpunkt für die Zukunft der Firma gilt das weitere Vorgehen von Konzernchef Eddie Lampert. Der Milliardär hat die Firma schon früher gerettet. Den Insidern zufolge sind die Verhandlungen zwischen Sears und Lampert aber zum Stillstand gekommen. Offenbar ist man sich über den Rettungsplan nicht einig.

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(awp/tdr)