Die Schweizer Banken haben in der Bevölkerung wieder einen besseren Ruf. Zum ersten Mal ist ihr Image sogar wieder so gut wie vor der Finanzkrise im Jahr 2008. Verschiedene Schweizer Banken hätten mit ihren Geschäftszahlen überzeugt und sich somit von ihren Problemen in der Vergangenheit abgegrenzt, schreiben die Experten des Forschungsinstituts für Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich.

Hinzu kommt, dass die Öffentlichkeit gute Geschäftsgänge in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten nicht als selbstverständlich hinnimmt. Den Experten ist zudem aufgefallen, dass die moralischen Berichte zu Steuerdebatten mit Bezug zum Schweizer Finanzsektor zurückgegangen sind. Seit dem Einlenken der Schweiz zum Automatischen Informationsaustausch (AIA) biete der Finanzplatz weniger Angriffsfläche für die Bewirtschaftung moralischer Kritik.

Weiterer Imageverlust der Gesamtwirtschaft

Die Verbesserung zeigt sich in dem von fög erstellten Reputationsmonitor. Während die Reputation des Finanzsektors im vierten Quartal 2014 noch 2,3 Indexpunkte eingebüsst hat, ist die Entwicklung in allen drei Quartalen 2015 positiv. Gegenüber 2008 ist ebenfalls eine Verbesserung auszumachen. Die Reputation der Schweizer Wirtschaft hingegen hat sich 2015 zum zweiten Mal in Folge verschlechtert.

Für den Reputationsmonitor wurden 97 Unternehmen aus 16 Sektoren analysiert. Bei den Medien haben die Forscher Berichte in ausgewählten Tages-, Sonntags- und Wochenzeitungen sowie Fernsehbeiträge ausgewertet.

(sda/mbü/ama)