Beim erstmals für die Nachbarländer Schweiz, Österreich sowie Liechtenstein erhobenen Universitäts-Ranking «Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?» schwingt die ETH Zürich obenaus. Die Studie, die das Schweizerische Institut für Entrepreneurship (SIFE) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur durchführte, vergleicht Angebote in der akademischen Gründungslehre und der Unterstützung angehender Gründer an sieben Schweizer Universitäten mit sechs Universitäten aus Österreich und der universitären Hochschule Liechtenstein.

Die ETH Zürich erreicht 251 von total 400 möglichen Punkten. Der Spitzenreiterin folgen auf dem Podest die universitäre Hochschule Liechtenstein (siehe Seite 61) mit 240 Punkten und die Universität St. Gallen (HSG) mit 209 Punkten. Die Schlusslichter in der Rangliste 2009 (siehe Tabelle) bilden die Institute in Bern mit 99 Punkten bzw. Freiburg mit 89 Punkten.

Das SIFE lehnte sich für seine Studie methodisch und inhaltlich an das deutschweite Entrepreneurship-Ranking des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung der Ludwig-Maximilian-Universität München an. In Deutschland fand die Erhebung dieses Jahr schon zum fünften Mal statt. Eine gemeinsame Rangliste für alle vier Länder war leider (noch) nicht möglich, weil unterschiedliche Daten in den einzelnen Ländern verfügbar waren.

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Es bestehen aber auch Defizite

Die erste Untersuchung der Universitäten in der Schweiz im direkten Vergleich mit den Hochschulen in Österreich und Liechtenstein zeigt, dass die akademische Gründungsförderung bereits eine Vielfalt an Angeboten bereithält. Insgesamt konnten für das Schuljahr 2008/09 an den untersuchten 14 Universitäten mehr als 190 einschlägige Lehrveranstaltungen identifiziert werden. Es gibt aber auch Defizite: Nur wenige Universitäten sind in sämtlichen untersuchten Themenfeldern gut aufgestellt. Deutliche Leistungsunterschiede zwischen den Universitäten sind insbesondere in den Themen der Gründungsausbildung oder den Ausgründungsaktivitäten zu finden.

Unterstützt wurde das Universitäts-Ranking 2009 von der Förderagentur für Innovation (KTI) und der Gebert-Rüf-Stiftung.