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Wahl
Die besten Startups der Schweiz

In den letzten fünf Jahren wurden in der Schweiz mehr als 100'000 Firmen gegründet. Eine Jury wählte nun daraus die Perlen, die besten Schweizer Startups 2014.

Von Pascal Ihle
am 16.09.2014

Die Welt schaut ungläubig auf die kleine Schweiz. Das Land hat nicht nur die Finanz- und Wirtschaftskrise weit besser überstanden als die meisten westlichen Staaten – es gehört in zahlreichen ländervergleichenden Indizes nach wie vor zur Weltspitze. Das dürfte manche Beobachter vor den Kopf gestossen haben, die glaubten (oder hofften), die «Steueroase Schweiz» werde nach dem Wegfall des Bankgeheimnisses in sich zusammenbrechen.

Doch die Schweiz ist weit mehr als nur ein starker Finanzplatz. Zum einen gelang es dem Binnenstaat ohne natürliche Ressourcen, in den letzten 200 Jahren in keinen Krieg verwickelt zu werden und eine stabile Demokratie zu entwickeln. Der funktionierende Rechtsstaat schützt Privateigentum, und das liberale Wirtschaftssystem fördert die Privatinitiative.

Starkes, vitales Unternehmertum

Zum anderen war und ist dies die perfekte Voraussetzung für ein starkes, vitales Unternehmertum. Die Industrielle Revolution und die vielen exzellenten Hochschulen, vor allem aber die offenen Grenzen fördern seit je einen regen Austausch von Ideen, Gütern und Menschen. Unternehmer und Forscher liessen sich in der Schweiz nieder, trafen auf Gleichgesinnte und gründeten Firmen.

Junge Frauen und Männer bauen um ihre Geschäftsidee Unternehmen auf und sind vom Erfolg ihrer Technologie überzeugt. Diese Geisteshaltung ist in einer Volkswirtschaft absolut notwendig. André Hoffmann, Grossaktionär und Urenkel des Roche-Gründers, weist darauf hin, dass sein Urgrossvater einst auch ein Startup gründete, aus dem der spätere Weltkonzern entstand. Deshalb meint Hoffmann: «Wenn es eine Möglichkeit gibt, aus einem Startup von heute eine Roche von morgen zu machen, dann müssen wir helfen.»

Masseneinwanderungsinitiative als Herausforderung

Die Offenheit der Schweiz ist unumgänglich. Deshalb sollte uns der jüngste Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) hellhörig machen. Die Schweiz belegt auf dem Global Competitiveness Index zum sechsten Mal in Folge den ersten Platz. Doch die WEF-Ökonomen warnen die Schweiz vor Selbstgefälligkeit.
Für die Schweiz werde es immer schwieriger – und nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative erst recht –, Ingenieure und Wissenschafter zu rekrutieren, die zur Erhaltung des Forschungs- und Produktionsstandortes unerlässlich sind – und die letztlich zu einer lebendigen Startup-Szene und einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort beitragen.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie die besten zehn Startups 2014.

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