Stagniert die Wirtschaft, werden auch weniger Güter auf Schiene und Strasse transportiert. Dies gilt auch für den Unbegleiteten Kombinierten Verkehr (UKV), der bis Ende Juni ebenfalls rückläufige Voluminas aufweist. So beförderte der Kombi-Operateur Hupac AG im 1. Halbjahr 2009 insgesamt 292426 Strassensendungen auf der Schiene, was einem Rückgang von knapp 22% gegenüber der Vorjahrsperiode entspricht. Ein Lichtblick ist allerdings auszumachen, in den letzten Monaten stabilisierte sich der Verkehr auf ein Minus von 15% gegenüber dem Vorjahr. Positiv wirkten sich die verschiedenen Konjunkturprogramme aus, die mit den Bahnen erarbeitet und nun auch vom Bundesamt für Verkehr aufgelegt wurden.

Vom Volumenrückgang waren alle Verkehrssegmenten gleich stark betroffen. Eine Ausnahme bildet allerdings der transalpine Verkehr durch Österreich, der mit der Einführung einer neuen Relation zwischen Taulov (Dänemark) und Verona (Italien) ein Plus von 41% verzeichnete. Stark rückläufig dagegen ist die Rollende Autobahn. Trotz des Verkehrseinbruchs hält Hupac ihr Netzwerk für den umweltfreundlichen kombinierten Verkehr in allen wichtigen Märkten aufrecht (siehe Interview oben).

In einigen Segmenten konnten sogar neue Verbindungen eingeführt werden, beispielsweise zwischen Antwerpen und Spanien/Portugal. Ende Juli wurde die Ost-West-Achse mit drei wöchentlichen Abfahrten zwischen Schwarzheide (Dresden) und Wroclaw verstärkt. Über den Hub Schwarzheide erhält somit das aufstrebende Wirtschaftsgebiet im Südenwesten Polens regelmässige Anschlüsse nach Duisburg, Rotterdam, Antwerpen, Zeebrugge und Busto Arsizio.

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