Trotz Finanzkrise zeigen die Löhne der Kader hierzulande auch im laufenden Jahr klar nach oben. Im Schnitt verdienen diese fast 4% mehr. Das ist das Resultat der von der «Handelszeitung» gemeinsam mit der Unternehmensberatungsfirma Kienbaum herausgegebenen «Kadersalärstudie 2008». Ein Geschäftsführer verdient zurzeit im Schnitt 4,3% mehr als im Vorjahr, ein Direktor 3,9% und ein Abteilungsleiter 3,6% mehr. Mit diesen Zuwächsen liegen die obersten drei Hierarchieebenen praktisch gleich hoch wie im vorangegangenen Jahr.

Dazu kommen diverse variable Lohnbestandteile und langfristige Anreize, sodass ein Mitglied der obersten Führungsebene im Durchschnitt über alle Branchen und Regionen 312000 Fr. erhält, ein Direktor 198000 Fr. und ein Abteilungsleiter 146000 Fr.

Die besten Löhne werden laut den Ergebnissen dieser Studie in Unternehmen des Bereichs Financial Services bezahlt, gefolgt von der Elektronik- und Elektrotechnikbranche, sowie in der Pharma- und Chemieindustrie.

Um die Geschäftsführer und CEO der kotierten Unternehmen längerfristig verstärkt in die unternehmerische Verantwortung einzubinden, schlägt Kienbaum-Geschäftsführer Alexander von Preen ein Vergütungsmodell vor, bei dem sich Top-Manager mittels freiwilliger Selbstverpflichtung auch an Misserfolgen beteiligen. «Somit wird ein reines ‹Abschöpfen› in guten Wirtschaftsjahren ausgeschlossen», hofft von Preen. Grundsätzlich sollten alle Mitarbeitenden am Erfolg partizipieren.

Anzeige